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September 2019

Unser aktuelles Monatsangebot 2019

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"Sicherheit in der Elektroinstallation" ist das Hauptanliegen der hier behandelten Verbindungsverfahren Pressen, Drehen, Stecken und Schrauben.

Die in der Praxis angewendeten Verbindungselemente sind auf Kupferleiter zugeschnitten und entsprechen den relevanten technischen Forderungen.

Langjährige Erfahrungen haben zu der Erkenntnis geführt, daß die Qualität der elektrischen Verbindung noch weiter verbessert und zusätzlich ein hoher Korrosionsschutz erreicht werden kann, wenn Kontaktpasten eingesetzt werden.

Deshalb gibt es bei allen vier Verbindungsverfahren Erzeugnisvarianten, die anwendungsfertig mit Kontaktpaste versehen sind.

Kontaktpasten bestehen aus einem fetthaltigen Grundstoff, dem feinkörnige Substanzen beigemischt sind. Besonders hat sich hier Quarzmehl bewährt mit einer Korngröße von einigen tausendstel Millimeter. Die Wirkung von Kontaktpasten wird wie folgt erklärt:

  1. Die Leiterverbindung ist von der Kontaktpaste abgedeckt und umschlossen. Dadurch wird der Zutritt korrosiver Medien zu den Kontaktstellen verhindert.
  2. Bei der Herstellung der Verbindung dringen die harten, mikroskopisch kleinen, körnigen Partikel in die Leiteroberfläche ein und zerstören die auf den Leitern befindliche Oxidhaut. Die vielen entstehenden metallischen Aufwerfungen bewirken eine Vergrößerung der wirksamen Kontaktfläche und damit eine Reduzierung des Kontaktwiderstandes.
  3. Die Kontaktbildung findet unter Luftabschluß statt. Dadurch werden besonders reine metallische Kontaktstellen gebildet, die durch den Fettanteil der Kontaktpaste vor erneutem Luftzutritt und damit erneuter Oxydation geschützt werden.
Verwendet werden zwei Kontaktpasten mit unterschiedlichem Grundstoff:

Antioxid-Kontaktpaste auf Vaselinebasis ist durch seine Verflüssigungstemperatur von etwa 60 °C im Einsatzbereich nach oben begrenzt. Sie wird ausschließlich bei Preßhülsen und alternativ bei Drehverbindern angewendet.

Universal-Kontaktpaste verwendet ein Calcium-Lithium-Seifenfett als Grundstoff und hat im Temperaturbereich von - 40 °C bis + 130 °C eine pastöse Konsistenz. Steckklemmen und Schraubklemmen werden nur mit dieser Paste gefüllt, Drehverbinder alternativ.

Eine vergleichende Bewertung der Verbindungsverfahren ist durch die Auswertung einer Vielzahl von Messungen und Dauerversuchen im eigenen Labor möglich, womit gleichzeitig der Nachweis der kontaktverbessernden Wirkung von Kontaktpasten erfolgt.

Gegenübergestellt werden die Werte des bei 1 A gemessenen Spannungsabfalls in mV an Verbindungen 2 x 1,5 mm² Cu mit und ohne Kontaktpaste nach thermischer Alterung.
Die thermische Alterung entspricht einem mehrjährigen Betrieb unter normaler Belastung.

Spannungsabfall bei 1 A
über
ohne Paste mit Paste prozentuale
Verbesserung
Preßverbindungen 0,26 mV 0,20 mV 23 %
Drehverbindungen 0,39 mV 0,24 mV 38 %
Schraubverbindungen 0,70 mV 0,33 mV 53 %
Steckverbindungen 1,50 mV 0,63 mV 58 %

Pressen
Drehen
Stecken Crimpen
Schneiden